Menuhin und wie er die Welt sieht
info@gerard-menuhin.de

Amero – das dramatische Aus für den Dollar?

Was ist dran an den Gerüchten über Pläne für eine neue nordamerikanische Währung, den „Amero“? Das glauben nur Verschwörungstheoretiker, heißt es. Aber vieles, das anfänglich als Verschwörungstheorie behandelt wurde, ist inzwischen Realität geworden. Manche Verschwörung ist leider keine Theorie.

Die Deutschen wurden gezwungen, eine starke Währung aufzugeben und sich dem Teuro anzuschließen. Obwohl der Dollar eine zunehmend schwache Währung ist, könnte es den Amerikanern bald ähnlich gehen. Wenn der Plan vorangetrieben wird, eine Nordamerikanische Union (NAU) zu gründen, die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexico zu verschmelzen, könnte es vielleicht schon 2009 oder 2010 zur Einführung des Amero kommen.

Nordamerikanische Union

Zwei Schritte in Richtung auf die NAU hat es schon gegeben. Zuerst kam 1994 das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA). Im März 2005 haben Bush, der mexikanische Präsident Vicente Fox und der kanadische Ministerpräsident Paul Martin ein Gipfeltreffen in Waco, Texas, abgehalten. (Angesichts der fürchterlichen Ereignisse in Waco im Jahr 1993 — Einheiten der US-Armee hatten eine Sekte angegriffen und den Tod von 82 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verursacht – muss man sich fragen, ob der Ort ausgewählt wurde, um die Furcht der Bürger wieder zu erwecken.) Daraus entstand 2005 die „Security and Prosperity Partnership“ (SPP). Angeblich geht es nur darum, die Zusammenarbeit bei Themen wie Zoll, Umwelt, Sicherheit, Drogenschmuggel und Terrorismus zu erleichtern.

Die NAU würde den Handel unter den drei bisher selbständigen Staaten erleichtern. Dazu kämen äußerst billige Arbeitskräfte und die Zerstörung der Mittelklasse. Dem NAFTA Superhighway stünde nichts mehr im Wege: eine 10-spurige Autobahn samt Schienentrasse, Gas- und Erdölröhrenleitungen, breit wie vier Fußballfelder, die von der Westküste Mexikos bis über Winnipeg und Montreal läuft.

Auch die EU fing als wirtschaftliches Bündnis an. Man gründete ein Parlament, dessen Abgeordnete zunächst nicht von den Völkern, sondern von den nationalen Parlamenten gewählt wurden. Der EWG-Vertrag ermächtigte nur zur Regelung wirtschaftlicher Sachverhalte. Heute maßt sich die EU Kompetenzen auf allen Gebieten an.

Ein Papier des CFR

Der Rat für auswärtige Beziehungen (Council on Foreign Relations, CFR) — eine der drei international bedeutendsten „Denkfabriken“ (neben Trilateraler Kommission und Bilderbergern) – hat im Mai 2005 den Bericht „Die Errichtung einer Nordamerikanischen Gemeinschaft“ (Building a North American Community) veröffentlicht. Der Bericht empfiehlt die Gründung einer gemeinsamen nordamerikanischen Sicherheitszone, die Entwicklung von nordamerikanischen biometrischen Pässen und einen gemeinsamen nordamerikanischen Zoll. Robert Pastor, ein wichtiger Mitarbeiter des CFR, vertritt die Meinung, dass die drei Staaten eine gemeinsame Währung annehmen könnten: den Amero.

Die USA haben 10.197.972.396.009,72 Schulden Dollar Schulden (Stand: 7. Oktober 2008). Diese Schulden sind nicht mehr zu tilgen. Es könnte sein, dass Amerika seine Hegemonie auch ausbaut, um die Welt durch seine Militärmacht und Omnipräsenz so einzuschüchtern, dass die Kreditgeber es schließlich nicht mehr wagen, auf die Begleichung der US-Schulden zu pochen. Aber noch ist es nicht so weit.

Und der Dollar befindet sich, trotz aller Stützungsmaßnahmen, im freien Fall. Es wäre also schneller und günstiger, einfach eine neue Währung aus dem Ärmel zu zaubern. Die Schaffung des Amero könnte der amerikanischen Bevölkerung von ihrer Regierung zunächst als Schritt zur Erholung des Dollar dargestellt werden. Dann würde der Dollar vielleicht auf den halben Wert sinken und schließlich abgelöst.

Wer Dollar besitzt, vor allem die 305 Millionen Amerikaner, würde damit ausgeraubt. Ihm würden einige Cents von jedem Dollar bleiben. Obdachlosigkeit und Hunger würden dramatisch zunehmen. Wird ein Land mit 200 Millionen privaten Schusswaffen das so einfach akzeptieren?

Die Direktive NSPD-51

Ohne dass dies von der Presse aufgegriffen wurde, hat Präsident Bush am 9. Mai 2007 die National Security Presidential Directive/NSPD-51 unterzeichnet. Sie gibt dem Präsidenten im Falle eines nationalen Notstands – den der Präsident persönlich ausrufen darf – quasidiktatorische Befugnisse.

Dem Vernehmen nach hat sich die US-Regierung auf mögliche Unruhen vorbereitet. Extra sei eine Einheit (3rd Infantry Division 1st Brigade Combat Team) aus dem Irak zurückgeholt worden, um auf mögliche Unruhen reagieren und mit „crowd control“ helfen zu können. In der Gerüchteküche im Internet gärt es entsprechend: Von Konzentrationslagern, Plastiksärgen und Gefangenentransportzügen ist die Rede.

Viele halten den Amero für eine Phantasieprodukt. Neuerdings aber werden die Berichte darüber häufiger. Wenn Sie noch nichts über die NAU und den Amero gehört hatten, dann vielleicht, weil es den Verschwörern weitgehend geglückt ist, sie geheim zu halten?

Gerard Menuhin