Menuhin und wie er die Welt sieht
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Die Orangen: schräg, aufgezogen, manipuliert

„Es wäre nicht das erste Mal, dass es die Lügner in die Politik zieht.“ Stimmt! Halt, Entschuldigung, da steht: „Lugners“. Trotzdem etwas gewagt, dass ein Herr Lugner und seine Frau Politik machen. Wie ich darauf komme? Ganz einfach. Ich interessiere mich neuerdings für alles Orange. Farbpsychologie sozusagen. Und da ist mir natürlich die Zeitungsmeldung „Orange wollen Mausi Lugner“ aufgefallen:

„Diesen Samstag (9. September) wollen die Orangen als erste Partei im Nationalratswahlkampf nach bewährtem Muster Schlagzeilen machen: Indem sie einen prominenten Quereinsteiger präsentieren. Seit Tagen wird dafür mit Christina ‚Mausi‘ Lugner verhandelt. Frau Lugner (nach eigenen Angaben 38 Jahre alt, in Wahrheit 41) soll durchaus interessiert sein.“

Nun geht Mausi Lugner, die Frau von Baumeister Richard „Mörtl“ Lugner, aber doch nicht für die Orangen ins Rennen. Orange sind viele, sagen Sie? Ja, aber die Mausi sitzt in Österreich, und da ist nur einer orange: Der arme, irregeleitete Jörg Haider mit seiner Beinahe-Totgeburt BZÖ.

In der Ukraine hat die letzten Wahlen der Favorit des Westens, Herr Juschtschenko, gewonnen. Seine Parteifarbe ist ebenfalls: Orange.

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten in Orange gekleidet kurz vor dem Wahltag 17. September eifrig die Wahlhelfer der CDU. Denn in der deutschen Bundesrepublik ist niemand geringerer als die Partei der Bundeskanzlerin selbst orange.

Die Firmenpersönlichkeit der CDU

Alles nur Äußerlichkeiten? Das hab ich mir anfangs auch gedacht. Aber gehen wir diesen orangefarbenen Erscheinungen auf den Grund! Auf einer USA-Reise im Februar 2003 bekundete Angela Merkel vier Wochen vor dem Angriff der US-Armee ihre Sympathien gegenüber der Irak-Politik der USA und der „Koalition der Willigen“. Von amerikanischem Boden aus kritisierte sie die Außenpolitik der Bundesregierung.

Anfang Dezember 2003 dann die Vorstellung der „neuen CI der CDU“ auf dem Parteitag in Leipzig mit der „Akzentfarbe orange“. „CI“ ist die Abkürzung für „Corporate Identity“ (zu deutsch: Firmenpersönlichkeit). Was die CDU als ihre Firmenpersönlichkeit bezeichnet, ist aber in Wahrheit nur das äußere, wenn auch verräterische Erscheinungsbild („Corporate Design“). Wenn schon englisch, dann auch noch falsch! Aber auch ein noch so ausgeklügelter visueller Auftritt kann nicht wettmachen, dass die Merkel-CDU ganz ohne Persönlichkeit ist.

Inzwischen bestreitet niemand mehr ernsthaft, dass die „orangefarbenen Revolutionen“ in Georgien, Kirgisien und der Ukraine von den Vereinigten Staaten ferngesteuert waren, um Russland zu isolieren.

Der arme Tropf Haider ist von der „Ostküste“ begeistert. Hat er sich erpressbar gemacht, zum Beispiel als Folge der Dummheit, mit Peter Sichrovsky einen Mossad-Agenten zum FPÖ-Generalsekretär gemacht zu haben, der offen erklärt, bis zu seinem Rückzug aus der Politik mit dem israelischen Geheimdienst kooperiert zu haben, ohne genaue Angaben über seine Tätigkeit machen zu wollen? Das wäre eine der denkbaren Erklärungen, warum der Kärntner dieses hoffnungslose BZÖ erzwungen und seine ganze Politik um 180 Grad gewendet hat.

Das ZDF übrigens führt schon seit Sommer 2001 Orange als Hausfarbe und hat sich in der Tat entschieden, uns „la vie en orange“ zu präsentieren.

Politisch symbolisiert Orange nichts Gutes

Orange kleidet Orangen ganz gut und auch ein Fahrrad in dieser Farbe kann recht hübsch sein. Politisch aber symbolisiert die Farbe Orange nichts Gutes. Die fanatischen jüdischen Siedler, die vor einem Jahr gewalttätig gegen die Auflösung israelischer Siedlungen im Gazastreifen protestierten, auch sie trugen Orange. Dem Herbizid, das die USA im Vietnamkrieg zur Entlaubung von Wäldern einsetzten, hatten die US-Militärs den Codenamen „Agent Orange“ gegeben. Wegen des darin enthaltenen Dioxins erkrankten viele Bewohner der betroffenen Gebiete und US-Soldaten, ihr Erbgut wurde geschädigt und der Boden kontaminiert und noch heute kommen viele vietnamesische Neugeborene der dritten Generation mit schweren Missbildungen zur Welt.

Es steht zu befürchten, dass jene Politiker, die das Vorgehen der Verbündeten Amerika und Israel gutheißen, von einem weitaus subtileren „Herbizid“ vergiftet sind und sich entweder sichtlich oder heimlich auf Orange gestellt haben. Und wer das Orange nicht freiwillig anlegt, der bekommt es unter Umständen gegen seinen Willen angezogen, dann aber gleich als Overall. Stichwort Guantanamo.

Orange ist die Farbe jener Europäer, die groß denken, richtig GROSS: Große Welteroberungsstrategien. Große Mengen Bomben und Raketen auf die Bösen schießen. Große Wettessen (wobei jeder sich bis zum Erbrechen mit „Hot Dogs“ vollstopfen kann). Ja, wir normalen Europäer sind tatsächlich etwas kleinlich in unserer Denkungsart. Bitte helft uns, ihr großzügigen Amerikaner! Wie komme ich schnellstens zu orangefarbenen Unterhosen?

PS: Übrigens inspirierte die in London anzutreffende Redensart, jemand sei „schräg wie eine aufgezogene Orange“, Anthony Burgess zu dem Titel „Clockwork Orange“ für sein Erfolgsbuch zum Thema Gehirnwäsche. Burgess erläuterte dazu: „Der Mensch ist ein Mikrokosmos, er ist ein Gewächs, organisch wie eine Frucht, er hat Farbe, Zerbrechlichkeit und Süße. Ihn zu manipulieren, zu konditionieren, bedeutet, ihn in ein mechanisches Objekt zu verwandeln – eine Uhrwerk-Orange.“

Gerard Menuhin