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Großkopfertengrippe

Kaum beachtet, breitet sich seit beinahe zwei Jahrzehnten eine Grippe aus, die sich in jüngster Zeit zu einer Pandemie entwickelt. Erstes Symptom ist die merkwürdige Denkweise. Dann geben die Betroffenen oft jahrelang ein albernes Geplapper von sich. In dieser Phase ist bereits eine leicht erhöhte Temperatur feststellbar. Schließlich treten Bewegungsstörungen auf und im Endstadium streckt der Erkrankte alle Viere von sich.

Selbstverständlich möchte die Allgemeinheit wissen, wer besonders anfällig ist. Ärztliche Untersuchungen zeigen, dass diese Grippe nicht den normalen Arbeiter oder Angestellten trifft, sondern an erster Stelle diejenigen, die politisch führende Positionen besetzen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Grünenabgeordnete Sabber-Schlampe, die stets für Umwelt, Menschenwürde und Frieden warb, bis sie an die Macht kam – und sich dann für einen Auslandseinsatz der Bundeswehr in Borioboolagar entschied. Ein derartiger 180-Grad-Schwenk ist nur durch die Grippe erklärbar.

Aber auch Medienschaffende sind sehr gefährdet. Vorgestern musste das ganze Springergebäude unter Quarantäne gesetzt werden. In der Führungsetage war seit Tagen nur noch von Israel und seinen Lebensinteressen die Rede – klassische Bewusstseinsstörung mit örtlichem Orientierungsverlust.

Weil der Normalbürger meist nicht betroffen ist, versteht er immer weniger, was seine politischen Vertreter vorhaben und was in den Medien berichtet wird. Dadurch entsteht eine regelrechte Spaltung der Gesellschaft, die zu einem Chaos zu führen droht.

Studien zeigen, dass die Grippe sich mit der Luft verbreitet, die über den Atlantik hergeblasen wird. Aber es gibt auch Fälle, in denen sich ein Betroffener im Schlaf infizierte, möglicherweise durch den Stich einer aus dem östlichen Mittelmeerraum importierten Mücke. Vereinzelt sind auch Tiere betroffen, doch sind die Auswirkungen beim Menschen viel gravierender, da seine hochsensible graue Substanz sofort zu schrumpfen anfängt.

Besonders gefährdet sind Ansammlungen von Meinungsmultiplikatoren und Politikern in klimatisierten Räumen, da die Klimaanlage die Viren bis in den letzten Winkel trägt. Weil die Inkubationszeit extrem kurz ist, tritt noch während der Sitzung eine Art Hysterie auf, es kommt zu unsinnigen Wortverdrehungen und zur zwanghaften Äußerung von Obszönitäten und Beschimpfungen. Das ist vor allem dann folgenreich, wenn gerade ein neues Gesetz erörtert und beschlossen wird.

So ist es kein Wunder, dass der Krankenwagen in den Zentren der Macht mittlerweile immer häufiger im Einsatz ist. Letzte Woche etwa wurde der einflussreiche Parteifunktionär Ronnie Hinterteil in einer Zwangsjacke weggeführt.

Was ist gegen diese furchtbare Grippe zu tun? Was ist das Gegenmittel?

Wir haben alle die alarmierenden Szenen gesehen, als Bundeswehrangehörige in Schutzanzügen tote Wesen in hellblauen Plastiksäcken entfernten. Die Großkopfertengrippe dagegen wirkt nicht letal. Für die Mehrheit der erkrankten Politiker würde eine lebenslängliche, strikte Diät (vor allem kein Popcorn, keine Macht und kein Fernsehen!) genügen, so Professor Dr. Tollwut von der Uniklinik Bad Humbug. Der Bevölkerung würden mit derart einfachen Mitteln weitere Folgen dieser Erkrankung erspart.

Gerard Menuhin