Menuhin und wie er die Welt sieht
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Haben Sie keine Angst! Es geht doch nur darum, Ihnen den Kopf abzuschneiden

Sie erinnern sich gewiss an Hergé, den von eingefleischten Zionisten als antisemitisch – gääähn – verdammten Autoren der Abenteuer von Tim und Struppi. In einem seiner Bände – „Der Blaue Lotos“ – spricht der junge Chinese, der durch eine Giftspritze vorübergehend verrückt geworden ist, die Worte:

„Lao-Tse sagte: ,Man muss den Weg finden!‘ Ich habe den Weg gefunden. Nun müssen auch Sie ihn finden. Ich werde Ihnen zunächst den Kopf abschneiden. Dann werden Sie die Wahrheit erkennen!“

Ich nehme an, dass Sie, verehrte Leserinnen und Leser, die tiefgründige Bedeutung dieser Sätze verstehen. Es handelt sich gewissermaßen um die Erklärung der heutigen Situation: Man möchte Ihnen, bildlich gesprochen, den Kopf abschneiden (hat ihn vielen in ihrem Weltbild völlig verkehrten Deutschen eigentlich schon abgeschnitten), um Sie an Wahrnehmung und Durchblick zu hindern und Ihnen die angeblich einzige Wahrheit aufzuzwingen.

Kein Wunder, dass Sie dem zu entgehen versuchen. Doch wie sagt der junge Chinese, als Tim vor dem scharfen Messer flüchtet:

„Haben Sie keine Angst. Es geht doch nur darum, Ihnen den Kopf abzuschneiden.“

Nun, wollen Sie tatsächlich jenen Leute folgen, die anscheinend mit Eifer Deutschlands Untergang betreiben? Sobald Sie Ihre Nachrichten nur mehr durch die Springer-Presse oder die Sender von Herrn Saban beziehen, sind Sie geistig entführt. Man erzählt Ihnen dann beispielsweise, was der iranische Präsident Ahmadinedschad alles gesagt habe. Dass er es so nicht gesagt hat – wen kümmert’s?

„Wem nützt es aber“, fragen Sie, „wenn ich als ganz normaler Bürger ohne Kopf herumlaufe?“ Ja, Sie unterschätzen sich. Als potenzieller Abweichler stellen Sie eine Gefahr dar – ohne Kopf dagegen nicht.

Weltuntergang – je schneller, desto besser?

Über die unheilige Allianz von bestimmten „christlichen“ Fundamentalisten und militanten Zionisten in den USA ist schon viel geschrieben worden. Auf „christlicher“ Seite handelt es sich um die Anhänger der Königreichs-Theologie, auch Rekonstruktionisten oder Endzeit-Fundamentalisten genannt. Getreu der Devise „Zunächst den Kopf abschneiden!“ geht es ihnen darum, das Ende der Welt so schnell herbeizuführen wie möglich, denn dann werde Jesus zurückkehren und alles wieder gutmachen. Nur für diejenigen, die daran glauben, selbstverständlich. Und wer glaubt sowas? Nun, die mächtigsten Männer der Welt, vor allem George Bush und das ganze Weiße Haus.

Diese „wilden“ Behauptungen sind bis in die Einzelheiten in dem Buch „Erst Manhattan – dann Berlin“ (Untertitel: „Messianisten-Netzwerke treiben zum Weltende“) von Wolfgang Eggert belegt. Ihnen bleibt nur, es zu lesen. Sie werden feststellen, wie dringend nötig es ist, einen Gegenkurs einzuschlagen. Und diejenigen, die mich täglich im Internet in ihren „Chatrooms“ auf der Grundlage ihrer erschreckenden Ignoranz diffamieren, würden verstummen, wenn sie das Buch zu lesen wagten.

Was erstreben Sie und ich? Vermutlich ein ruhiges, einigermaßen erfolgreiches Leben. Schwierigkeiten gibt es genug, mit der Gesundheit, mit dem Partner, mit der Familie, mit dem Beruf. Warum bekommen wir zusätzliche Probleme und neue Gefahren aufgebürdet? Wie die durch den Angriff auf den Irak oder die antiislamischen Zeichnungen hervorgerufenen.

Warum dürfen wir unsere plus/minus 80-jährige Spanne nicht in Frieden und Ruhe leben? Weil eine winzige Minderheit der Weltbevölkerung ihre Überlegenheit beweisen und dafür die ganze Welt erobern will. Ihr ist Umweltverschmutzung, Krieg, unendliches Leid und Elend usw. usf. völlig egal. Im Gegenteil, je mehr die Welt zerfällt, umso schneller kommt aus ihrer Sicht die Rettung.

Übrigens, bei Tim und Struppi und dem armen Chinesen wird am Ende alles gut. Aber das ist ein Märchen.

Gerard Menuhin