Menuhin und wie er die Welt sieht
info@gerard-menuhin.de

Jetzt hat sie’s!

Verleihung des Großen Verratskreuzes 2007

Wer wird mit dem Großen Verratskreuz 2007 ausgezeichnet? Diese Frage habe ich Ihnen Anfang des Jahres unterbreitet. Sie wurde lebhaft erörtert, wovon auch ganze Internetforen zum Thema künden. Und die Leser der National-Zeitung haben mir die unterschiedlichsten Stellungnahmen geschickt, von denen ich hier einige zitieren möchte, unabhängig davon, ob ich die darin ausgedrückten Meinungen teile oder nicht:

Kandidaten über Kandidaten

– Claus Tschiersk will Franz Müntefering ausgezeichnet sehen. Begründung: „Münteferings Satz ‚Es ist doch unfair, einen Politiker an seinen Wahlversprechen zu messen’ ist wohl das Erbärmlichste, was je ein Politiker von sich gegeben hat.“

– Laut Michael Daake, Karlsruhe, gehört der Preis dem SPD-Generalsekretär Hubertus Heil zugesprochen – und zwar „für seine demokratische Aussage ‚Rechtsradikale Verbrecher gehören nicht ins Parlament, die gehören vors Gericht‘.“

– Peter Brym, Frankenthal, meint: „Diese Aktion finde ich sehr gut, nur fehlen bei den Vorschlägen noch einige Personen, zum Beispiel Wolfgang Thierse. An erster Stelle kommt für diesen Orden jedoch Angela Merkel in Betracht, denn wenn sie Rückgrat hätte, wenn sie es ehrlich mit Deutschland meinte und tatsächlich für das deutsche Volk da wäre, wie sie es bei der Vereidigung geschworen hat, dann würden die von Gerard Menuhin aufgeführten Gehilfen nicht diese hündische Ergebenheit vor aller Welt zur Schau stellen. Deswegen schlage ich Angela Merkel vor zur Verleihung des Großen Verratskreuzes am Bande.“

„Als Kandidaten für das Große Verratskreuz würde ich noch einige ungerechte Richter und ungerechte Staatsanwälte vorschlagen, die Menschen wegen politisch unkorrekter Meinungsäußerungen verurteilt haben“, meint Hermann Jäger, Traunstein.

„Trotz des Einwandes von Gerard Menuhin stimme ich für die Verleihung des Verdienstordens an Angela Merkel. Hierfür gibt es schwerwiegende Gründe“, schreibt Dietrich Hyprath.

„Sehr geehrter Herr Menuhin, Sie haben mit der ‚Stiftung‘ des Großen Verratskreuz 2007 eine Reihe von Politikern angeführt, die das ‚Große Verratskreuz mit Schleim‘ verdient hätten. Merkel ist total auf Bush eingestellt, mit ihr ist nicht mehr viel zu machen. Richtig verdient hätten es die Herren Minister Steinmeier und Jung. Aber hier spricht der Soldat. Ich mache mir um meine heutigen Kameraden enorme Sorgen, denn sie werden wahrlich fast überall eingesetzt, wo sie absolut nichts zu suchen haben. Ich habe noch geschworen, ‚der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe‘. Nur wo ist das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes geblieben? Ich bin mir sicher, dass Sie die richtige Wahl treffen werden.“ Leutnant a. D. Ernst Straka, Frankfurt/Main

„Ich schlage Ulla Schmidt vor, sie begeht mit der Gesundheitsreform Verrat an der Jugend wie an den Alten gleichermaßen.“ Ernst Seeger

„Die Verleihung einer solchen Ehre ist eine gute Idee. Meiner persönlichen Ansicht nach müsste sie jedoch der Masse von Deutschen zuteil werden, die durch mangelnde Bildung, Ignoranz, fehlende Courage oder puren Materialismus diese Zustände in unserem Land geschehen lassen. Jeder hat heute die Möglichkeit sich z. B. durch das Internet frei von ZDF, Welt & Co zu informieren. Und Hinweise und Anstöße, dies zu tun, gibt es reichlich. Aus Ihren Vorschlägen möchte ich Reemtsma wählen. Neben seiner von Ihnen genannten Rolle bei dem Projekt der Bahnhofsausstellungen würde damit auch seine unsägliche ‚Verbrechen der Wehrmacht‘-Ausstellung von einst gewürdigt werden!“ Norbert W.

„Ich würde dieses Kreuz dem ganzen deutschen Volk verleihen. Wie es sich von den Medien manipulieren lässt, diesen Selbsthass, finde ich beängstigend. Kein vernünftiges Gedenken an unsere toten oder auch noch lebenden Soldaten. So etwas wie ‚Deutschland verrecke‘ oder ‚Harris do it again‘ wird klaglos hingenommen statt millionenfach dagegen zu demonstrieren.“ Jürgen Polzer, Friedrichshafen

„Das Verratskreuz kann nur einen Abnehmer haben: den Deutschen selbst.“ Eckhart Diestel

„Für die Wahl des würdigsten Trägers des Großen Verratskreuzes schlage ich, wie sicher schon viele vor mir, unseren Innenminister Wolfgang Schäuble vor.“ Sonja Weil

Merkel ist’s, die es geschafft hat

Das Große Verratskreuz – ein Halskreuz aus Sperrholz am Bande – soll erhalten, wer sich am krassesten an deutschen Interessen, an der Wahrheit oder am rechten Maß vergangen hat.

Obwohl ich die Motive, aus denen manche Teilnehmer „die Deutschen“ selbst mit dem Verratskreuz bedenken wollen, bis zu einem gewissen Grade nachvollziehbar finde, halte ich es nicht für richtig, das ganze deutsche Volk zu verurteilen – und das sage ich nicht etwa, weil uns dann das Sperrholz ausgehen würde. Jeder Betrüger oder Hochstapler muss, um erfolgreich zu sein, einen Abnehmer haben. So gesehen, ist das deutsche Volk einfach das Opfer eines ausgefeilten Schwindels. Und wer möchte denn, zusätzlich zu allen persönlichen Sorgen, glauben, dass seine eigene Regierung ihn Tag für Tag gründlich betrügt, seine Steuergelder einfach zum Fenster hinauswirft und das Leben der Mitbürger in tödliche Gefahr bringt?

Ich hatte im Januar geschrieben: „Es wäre zu einfach, diese hohe Auszeichnung an die Bundeskanzlerin zu verleihen, auch wenn sie eine noch so merkwürdige Lakaienstellung gegenüber bestimmten anderen Staaten einnimmt.“ Ich fand es ein bisschen unoriginell, das Verratskreuz einer derart offensichtlich für Deutschlands Elend verantwortlichen Person zu geben. Trotz dieser Bedenken sehe ich nun, dass wir gezwungen sind, die Auszeichnung der Frau Merkel zu verleihen.

Die Widmung lautet:

„Der aus Vererbung vermeintlich polnischen¹, aus Zuneigung amerikanischen, aus Leidenschaft israelischen, aus Gleichgültigkeit deutschen Bundeskanzlerin der BRD wird diese Auszeichnung verliehen in Würdigung ihrer Politik gegen die Interessen ihres eigenen Landes.“

Gerard Menuhin

¹Merkels Mutter, eine geborene Jentsch, stammt aus Westpreußen, weswegen die Bundeskanzlerin für sich „polnische Wurzeln“ reklamiert hat.