Menuhin und wie er die Welt sieht
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Splitter

  1. Die Ironie ist deutlich. Wir Europäer müssen den Mann, der uns den Terrorismus bis vor die Tür gebracht hat, gegen mögliche Terrorangriffe beschützen. Er sei die „am meisten gefährdete Person der Welt“, so die Polizei in Mainz. Einwohnern wurde geraten, ihren Wohnort während des Bush-Besuchs zu verlassen.

    Die meist gefährdete Person? Warum denn? Weil er die Politik „Durch Töten zum Frieden“ treibt? Das ist eine Narrenpolitik – und tatsächlich wurden Narren in der Geschichte immer vor den Konsequenzen ihrer Narretei geschützt. Dass Bush den Bürgern einer deutschen Stadt das normale Leben unmöglich macht, spielt da keine Rolle. Also bitte, schützen wir den Mann, der uns bedroht, vor der Bedrohung.

  2. Jüngst sind manche wichtige Juden und jüdische Dachorganisationen aufgrund ihrer Verpflichtung zu unermüdlicher Zurechtweisung sehr beschäftigt gewesen. Die Schweiz, der Kardinal Meisner und vor allem der Papst mussten ausgescholten werden.

  3. Aber zum Glück ist noch manches in Ordnung. Mein Freund Fischer kam heute begeistert vom Einkaufen bei Wertheim zurück. Er sagte mir, es gebe dort Gedenkgebäck. Nur hatte er sich nicht entscheiden können zwischen den Betroffenheitsbrötchen, die mit einen leichten Juckreiz an den Fingern verbunden sind, und den Mahnmalkeksen, die etwas festgebacken und deswegen schwer verdaulich waren. Gern nahm er seine moralische Verpflichtung an, von beidem zu kaufen. Wer nicht mitmachte, wurde übrigens nicht aus dem Laden gelassen, ohne auf den Mantel einen „Schuldkleber“ zu bekommen. Inschrift: „Ich bin schuld – und Du?“ „Endlich wird uns Deutschen unsere deutsche Identität nähergebracht“, versicherte mir mein Freund mit einem Lächeln.

  4. Welcher Kleinstaat ist dem Chaos nahe, weil er sprachlich wurzeltief getrennt, fast unbeherrschbar und von Korruption in allen gesellschaftlichen Schichten geprägt ist? Belgien. Bei diesem „künstlichen Gebilde“, wie de Gaulle es nannte, sind viele Kompetenzen auf seine natürlichen Teile bereits übergegangen.

  5. Welcher Kleinstaat ist ein ebenso „künstliches Gebilde“ und ist zudem dank seiner menschenfeindlichen Politik zu einer Hauptursache des globalen Terrorismus geworden? Wenn das von Israel derzeit beherrschte Gebiet geteilt würde (also die von Israel widerrechtlich besetzten arabischen Gebiete entsprechend dem Völkerrecht zurückgegeben würden), wäre die Welt eine enorme Bedrohung und Ursache für unendliche geldverschwenderische Maßnahmen los.

  6. Das gilt aber nicht nur für Kleinstaaten. Wenn die USA aufgeteilt wären – sagen wir zwischen Illinois, New York usw. auf der einen und Mississippi, Alabama usw. auf der anderen Seite – könnte man auf eine viel vernünftigere Wählerschaft hoffen. Oder man unterscheidet zwischen realitätsnahen Bundesstaaten wie Kalifornien und von Illusionen vollgestopften wie Washington. Der Punkt ist, dass das künstliche Multikultigebilde Vereinigte Staaten durch seinen schrankenlosen Interventionismus für die allgemeine Sicherheit gefährlich ist. Eine interne Aufteilung würde den USA so viele Gelegenheiten zum Intervenieren bieten, dass sie kaum Zeit oder Interesse hätten, sich in unsere Angelegenheiten zu mischen. Das wäre unsere Rettung. Eine Narrenregierung darf nicht das Schicksal von uns Europäern bestimmen.

Gerard Menuhin