Menuhin und wie er die Welt sieht
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Wenn Demenz die Kommunikation ersetzt,
wird es für die Menschheit lebensgefährlich


Keine zukunftsweisende Alternative: Atomare „Kommunikation“ zielt darauf ab, dass das Gegenüber keine Möglichkeit mehr hat zu antworten. Bild: Beobachter bei einem US-Kernwaffentest auf dem Testgelände in Nevada am 28. Mai 1957.
„Tiefer IQ erhöht das Risiko für Demenz.“ Das hat eine Untersuchung in Edinburgh letztens ergeben. Warum sind wir dann nicht von Demenzkranken umzingelt? Oh, wir sind es doch, sagen Sie?

Das würde vielleicht erklären, warum so viele ignorante, ungebildete Gutmenschen die Bedeutung von grundlegenden Konzepten wie dem der „Toleranz“ immer wieder falsch verstehen. Es wäre egal, ob ein in diesem Sinne Demenzkranker – und sei er/sie auch Regierungschef – das Wort „Toleranz“ ständig missbraucht und verdreht, wenn wir die „Dementen“ von dem übrigen Teil der Gesellschaft klar trennen könnten. Dafür müssten wir aber eine andere Methode als die Sprache erfinden, um miteinander zu kommunizieren, weil wir inzwischen sprachlich völlig durcheinander gekommen sind:

– mit unserem Drang nach Krieg, um „Frieden“ und „Demokratie“ zu fördern;

– mit unserer „Toleranz“, die nur bestimmten Gruppen gegenüber gelten soll;

– mit unserer „Vergangenheitsbewältigung“, die die wahre Vergangenheit der Mehrheit der Bevölkerung ausblendet.

Sprache, Messerstich, Fußtritt?

Bisher haben wir angenommen, dass die Sprache der Königsweg der Kommunikation ist. Es gibt auch grundlegend andere Methoden der Kommunikation, die unter anderem von manchen Gruppen mit „Migrationshintergrund“ bevorzugt werden: den Messerstich oder den Fußtritt, die besonders geeignet sind, wenn man Rentnern etwas mitzuteilen hat. Aber bleiben wir, die wir uns zivilisiert nennen, bei der Sprache.

Wer vom Mars kommend auf unserem Planeten landet und fleißig eine unserer Landessprachen gelernt hat, würde kaum etwas verstehen und rasch als dumm bewertet – von den Dementen wohlgemerkt. Woher aber sprudelt diese Form der Demenz munter immer weiter? Aus Amerika. Es gibt kaum eine einheimische Sprache die nicht von amerikanischen Modesprüchen durchgedrungen ist. Ob Mode, Musik oder Finanzwelt – man kann kaum einen Satz hören oder lesen, der nicht mindestens ein englisches Wort beinhaltet. Obwohl es meist genauso gültige Ausdrücke in der Sprache des jeweiliges Landes gibt.

Wie läuft es aber an der Urquelle selbst? Die armen Amerikaner können nicht einmal ihre eigene Version des Englischen meistern. Entweder erfinden sie irgendein Wirtschaftkauderwelsch oder übernehmen die Umgangsprache der schwarzen Bevölkerung. Vom US-Präsidenten aufwärts – der immer über „nucular“ (statt „nuclear“) Waffen spricht – bis zum erfolgreichen Geschäftsmann geben sie eine Art Nebensprache von sich, von der man ableiten muss, was sie genau meinen. Zum Beispiel ist es üblich, in Amerika zu sagen „I could care less“ (ich könnte mich weniger kümmern), wenn gemeint ist: „I could not care less“ (es ist mir egal). Also genau das Gegenteil.

Viele Engländer – Amerikaner zweiter Klasse – haben amerikanische Ausdrücke übernommen, aber benützen sie unabänderlich falsch. Macht nichts, Demente verstehen sich untereinander auch so.

Mit den Völkern sprechen Regierungen seit langem nicht mehr

Dann kommt die Gewohnheit, in Sprachen, die keine Verbindung zum Englischen haben, einfach ein neues Wort auf englischer Grundlage zu erfinden. Selbst im halbwegs sprachbewussten Frankreich geht man im „Le Self“ (Automatenrestaurant) essen. Seit Jahrzehnten spielen die Franzosen „le foot“ (Fußball) und tragen „les baskets“ (Sportschuhe – wahrscheinlich von amerikanischen Basketballspielern auf Tournee). Dazu kommen die furchtbaren Mischlinge wie das französische Gartenzentrum „Jardiland“ oder das schweizerische Einkaufszentrum „Shoppiland“.

Spaß beiseite. Wenn die Kommunikation zusammenbricht oder abgebrochen wird, fängt früher oder später die Barbarei an. Mit den Völkern Europas sprechen ihre jeweiligen Regierungen seit langem nicht mehr. Amerika nennt seine selbsterwählten Gegner „Schurkenstaaten“ und hat das Reden durch Sanktionen ersetzt.

In Irland hat die im Sterben liegende europäische öffentliche Meinung ein Zucken von sich gegeben. Man könnte auch sagen, das von dementen Liliputanern gefesselte Volk hat eines seiner Bande gesprengt. Jetzt versuchen die EU-Liliputaner so rasch wie möglich, diese Fesselung wieder festzuzurren, um nicht von der Straße der Diktatur abzukommen. Erinnern wir uns: Der EU-Vertrag von Lissabon bringt uns so fortschrittliche Neuerungen wie die Erlaubnis, Bürger zu töten, wenn dies „unbedingt erforderlich ist, um einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen“.

Wenn man einen Rentner fast totschlägt – oder eine alte Zivilisation zerstört

Inzwischen wartet die Menschheit gelähmt wie ein Kaninchen im Scheinwerferlicht eines Autos auf den in aller Öffentlichkeit angekündigten nuklearen Angriff auf den Iran. Ein vorbedachter, völlig gesetzwidriger Überfall durch Israel mit Unterstützung Amerikas. Ein von seiner Wichtigkeit besessener Neustaat mit einer paranoiden Führung, begünstigt von einem emporgekommenen Land ohne Ahnung von Geografie, Geschichte oder Kultur, drohen, eine uralte Zivilisation zu zerstören.

Muss die Menschheit wirklich tatenlos zusehen, wie ein Land, das nicht einmal die eigene Sprache beherrscht, uns sein verkehrtes, auf Lügen gestütztes Weltbild aufbürdet? Ein Staat, der so degeneriert ist, dass er nur mit der Drohung oder Anwendung nuklearer Waffengewalt kommunizieren kann? Bestehen da nicht gewisse Parallelen zu dem Münchner Überfall zweier unreifer Migrationshintergründler auf einen pensionierten Schuldirektor – also auf einen Menschen, der die Erfahrung und Weisheit eines Lebens in sich hat? Die Medien diskutieren, wie das Strafrecht auf einen solchen lebensbedrohlichen Angriff reagieren soll. Wie aber ist einem Wiederholungstäter zu begegnen, der die ganze Menschheit bedroht?

Gerard Menuhin