Menuhin und wie er die Welt sieht
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I. Herr „Littell“ – eine wahre Kleinigkeit

Gefeiert wofür? Fiction-ohne-Science-Autor Jonathan Littell. (Foto: D. Monniaux, CC-by-sa)
Gerade hat ein ziemlich junger Mann ohne persönliche Beziehung zum Zweiten Weltkrieg einen 1400-seitigen Roman über den einzigen der Rede werten Holocaust veröffentlicht. Ist er ein bekannter Schriftsteller, dass man ihm so viel Papier geopfert hat? Nein. Auch in literarischen Kreisen war er völlig unbekannt. Ist er Historiker und hat er eine ganz neue Einsicht in diese schon viel zu oft beschriebene Periode? Nein. Also was sind seine Befähigungen? Er ist Jude und verfügt über das entsprechende Netzwerk. Um was geht es in diesem Riesenopus? Es geht um das imaginäre Leben eines SS-Offiziers. Natürlich gehört er dem persönlichen Stab Himmlers an, ist homosexuell und unterhält zudem eine inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester. Wollte uns Herr Goldhagen einreden, wie „normale Deutsche“ am Judenmord begeistert teilnahmen, darf in Jonathan Littells Buch „Die Wohlgesinnten“ der „Täter“ kein normaler Mensch sein. Es gibt ein Wort für solche Unterhaltung: Pornografie.

So eine Masche darf einfach nicht fehlen! Und nun werden nicht nur ganze Wälder für diesen Unfug abgeforstet, der „Autor“ bekommt auch einen Preis und darf daraus noch mehr Profit und Aufmerksamkeit gewinnen.

Die meisten von Ihnen, die diese Kolumne lesen, würden so einen Abfall nie im Traum anrühren geschweige denn lesen. Aber die zunehmende Anzahl von schlecht Gebildeten, die auf die umerzogene Generation folgten, könnte durch solch düsteres Hollywoodzeug ihr schon sehr oberflächliches Wissen über diesen Zeitabschnitt weiter ergänzen. Und dann bekommt diese letzte Ausdünstung zionistischer Propaganda ihren gewünschten Platz in der Vorhölle zwischen Erfindung und krankhafter Phantasie.

Übrigens, wenn von krankhafter Phantasie die Rede ist, kommt mir die gerade als Fälschung entlarvte, aber als „Autobiografie“ verkaufte Geschichte der Misha Defonseca (in Wahrheit Monique De Wael) in den Sinn: „Defonseca“ hatte von sich geschrieben, sie sei als Kind in Begleitung einer Meute von Wölfen 1.900 Meilen quer durch Europa getreckt, auf der Suche nach ihren – laut ihren Lügen – deportierten Eltern. Irgendwann wurde sie dann im Warschauer Ghetto gefangen, musste einen Nazisoldaten in Notwehr töten und wurde von den Wölfen adoptiert und geschützt. Sie müssen über diesen höchstunwahrscheinlichen Märchenhaufen lachen? Gut, aber es gab anscheinend eine ganze Menge sentimentale Idioten, die das Buch gekauft haben, im Glauben, dass es nur die Wahrheit erzähle. Und die Verfilmung dieser frei erfundenen Geschichte ließ sich das Land Hessen 750.000 € Steuergelder kosten! Offenbar wird hier Auschwitz missbraucht, um e bitzerle mehr Geld zu machen.

Statt in das Elaborat von Herrn Littell sollten Sie lieber einen Blick in folgende Werke werfen:

Über Palästina:
Palestine Diary, Robert John

Über die Ursachen des Zweiten Weltkriegs:
Der Krieg, der viele Väter hatte
Das letzte Geheimnis

Über Umstände, die unsere unglückliche Welt prägen:
Die Israel-Lobby, Mearsheimer/Walt
Die Holocaust-Industrie, Norman Finkelstein
Antisemitismus als politische Waffe, Norman Finkelstein

They Dare to Speak Out, Paul Findley (von 1961 bis 1983 US-Kongressabgeordneter, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes)

Wer sich mit diesen Titeln (viele andere sind leider nur auf Englisch erschienen und nicht einfach aufzutreiben – warum wohl?) sorgsam und kritisch befasst, wird leichtes Zeug vom Fließband der Holocaust-Industrie verächtlich ablehnen.



II. Die „Unabhängigkeit“ des Kosovo

Inzwischen ist es jedem Beobachter der Schweizer Politik klar, dass der großnäsige Bundesrat Couchepin nicht ganz im Gleichgewicht ist – sonst würde er nicht immer wieder seine Kollegen auf irgend eine überraschende Weise als Nazis beleidigen. Es war aber gar keine Überraschung, dass dieses Werkzeug der Bilderberger das Kosovo als unabhängigen Staat anerkannt hat. „Es war die einzige Lösung“, gab er als Grund an. Es gab aber kein Problem, also brauchte es auch keine Lösung. Die dauernde Neutralität ist ein Grundsatz der schweizerischen Außenpolitik. Ein neutraler Staat bleibt souverän, mischt sich nicht ein, hält den Dialog mit allen Parteien, ohne Partei zu nehmen.

Werden nun aus demografischen Gründen regelmäßig neue Staaten ins Leben gerufen? Wird Deutschland, sobald es eine türkische Mehrheit gibt, als Teil der Türkei anerkannt? Die 200.000 Albaner in der Schweiz müssen sich nur anstrengen, um nach und nach Albanien die Möglichkeit — nein, die Notwendigkeit – zu geben, die Schweiz als unabhängigen Teil Albaniens anzuerkennen.

Die immer fest grinsende Links-Chaotin Bundesrätin Calmy-Rey hat ebenso wie ihr frankofoner Kollege wie erwartet die Unabhängigkeit des Kosovo begrüßt und anerkannt. Warum „Chaotin“? Weil sie das seit 1815 international anerkannte Bekenntnis der Schweiz zur Neutralität durcheinander bringt und überwindet. Mit ihrer widersprüchlichen Erfindung der „aktiven Neutralität“ haben sie und ihre sozialdemokratischen Genossen also ein traditionell neutrales Land in eine Streitfrage hineingeschlittert und der Schweiz einen neuen Feind gemacht. Es gibt keine ‚Aktive Neutralität’. Entweder mischt sich ein Staat in die Angelegenheiten anderer ein oder er tut es nicht. Konsequenterweise hat Serbien seinen Botschafter in Bern für Konsultationen zurückgerufen. Entweder agiert Calmy-Rey aus der Naivität einer typischen Linken oder — was viel schlimmer wäre — sie schiebt die Schweiz willkürlich in Richtung der von Zionisten beeinflussten Regierungen. Die Außenpolitik der Schweiz, eigentlich für ein neutrales Land das unwichtigste Portfolio in der Regierung, wird von einer ehrgeizigen Antischweizerin zum Einmischungsbereich ausgebaut. Die Schweiz ist jetzt Teil der „Internationalen Lenkungsgruppe“ für das Kosovo – das heißt, sie ist einfach Teil der Bestrebungen der USA und der NATO geworden, Russland einzukreisen.

Jeder Schüler weiß oder sollte wissen, dass Russland 1914 entsprechend seiner traditionellen Freundschaft mit Serbien handelte. Nun scheint Amerika durch immer klarer werdende Provokationen die alten Fronten wieder errichten zu wollen. Wenn es so weiter geht, gibt es nur ein Ende: Krieg. Die Schweiz hat immer im Dienst des Friedens zwischen den Fronten vermittelt. Das ist nun durch Schweizer Politiker gefährdet.



III. „Endstation“ geht nicht?

Es geht das Gerücht um, dass bei den öffentlichen Verkehrsmitteln der Schweiz der Ausdruck „Endstation“ nicht mehr gebraucht werden soll, um auf die Empfindungen bestimmter Fahrgäste Rücksicht zu nehmen. Die seit der Einführung der Tram gebräuchliche Ansage „Endstation, bitte aussteigen!“ soll (den bisher nicht bestätigten Überlegungen zufolge) durch „Schlusshaltestelle“ oder das modischere englische „Turnaround“ ersetzt werden. Vor allem die – sonst bekanntlich sorgenfreien – deutschen Touristen müssten mit amtlichen Ermahnungen rechnen, wenn sie sich unschuldig nach der „Endstation“ erkundigen. Noch ist unklar, wie "Schweiz Tourismus" Besuchern diese Verbesserung gegebenenfalls vermitteln will ...

Gerard Menuhin